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Von wem wird das kommunale Haushaltsrecht angewandt?
Bund
Land
Landkreise
kreisfreie Städte
kreisangehörige Gemeinden
Personenkörperschaften
Einheitsgemeinden
Stiftungen
Nenne die wichtigsten Grundsätze der kommunalen Finanzwirtschaft!
stetige Sicherung der Aufgabenerfüllung
gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht
Bedarfsdeckungsprinzip
Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit
pflegliche und wirtschaftliche Verwaltung des kommunalen Vermögens
Grundsatz der Gesamtdeckung
Welche Aufgaben hat die kameralistische Buchführung?
Dokumentieren kassenmäßiger Vorgänge
stellt eine gegensätzliche Buchführungsmethode zur doppischen Buchführung dar
Liefern und Ermitteln der Unterlagen für die Rechnungslegung
Erstellen einer Jahresrechnung
Verunsicherung der Bürger
Kontrolle der Ausführungen des Haushaltsplans
Welches ist kein Bestandteil eines kommunalen Haushaltsplans?
Vorbericht
Gesamtplan
Haushaltssatzung
Sammelnachweise
Finanzplan
Investprogramm
Stellenplan
Ein Haushaltsplan...
...bindet nur die Verwaltung
...hat Außenwirkung für den Bürger
...begründet Ansprüche für Dritte
Was ist unter dem Begriff "Sammelnachweis" zu verstehen?
Zusammenfassung sachlich eng zusammengehörender oder zur gleichen Gruppe gehörender Einnahmen oder Ausgaben zur Bewirtschaftung
werden im Vermögenshaushalt gebildet
es besteht eine Verpflichtung Sammelnachweise aufzustellen
Budgetierung und Sammelnachweise schließen sich aus
Welche Bestandteile einer Haushaltssatzung (insofern vorhanden) unterliegen der Genehmigungspflicht?
Festsetzung des Haushaltsplans
Festsetzung der Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungs- und Vermögenshaushalts
Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen
Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen
Festsetzung der Abgabensätze
weitere Vorschriften, die sich auf die Einnahmen und Ausgaben sowie den Stellenplan beziehen
Bis wann sollen Haushaltssatzung und Haushaltsplan einer Gemeinde der zuständigen Genehmigungsbehörde spätestens vorgelegt werden?
bis zum 01.01.des jeweiligen Haushaltsjahres
bis zum 30.11. vor Beginn des Haushaltsjahres
bis zum 31.12. vor Beginn des Haushaltsjahres
Der Grundsatz "stetige Aufgabenerfüllung" bedeutet:
unter Umständen freiwillige Aufgaben unberücksichtigt zu lassen
alle Aufgaben einer Gebietskörperschaft finanziell auszustatten
nur in der genau bestimmten Reihenfolge "Pflichtaufgaben vor den freiwilligen Aufgaben" mit Geld auszustatten
Der Grundsatz "Bruttoveranschlagung" bedeutet:
Einnahmen sind nach ihrem Einzelzweck und Ausgaben nach ihrem Entstehungsgrund zu veranschlagen
Einnahmen sind nach ihrem Entstehungsgrund und Ausgaben nach ihrem Einzelzweck zu veranschlagen
Der Grundsatz der "Vorherigkeit" bedeutet:
ein Haushaltsplan gilt immer für ein Haushaltsjahr
der Haushaltsplan und die Haushaltssatzung sollen stets vor Beginn des Haushaltsjahres (einen Monat vorher) der Rechtsaufsichtsbehörde vorgelegt werden
Der Grundsatz der "Einheit und Vollständigkeit" bedeutet:
alle Einnahmen und Ausgaben müssen vollständig im Haushaltsjahr getätigt werden
alle Einnahmen und Ausgaben sind vollständig im Haushaltsplan zu veranschlagen
Welche Abweichungen bringt der Grundsatz der "Kassenwirksamkeit" in der Praxis mit sich?
die Januarbesoldung von Beamten wird schon im Dezember des Vorjahres ausgezahlt
Einnahmen aus einem Kredit sind i. H. d. Rückzahlung und nicht i. H. d. Erlöses zu veranschlagen
Abgaben, abgabeähnliche Entgelte, allgemeine Zuweisungen und allgemeine Umlagen, die zurückzuzahlen sind, werden - sofern sie bei der Haushaltsplanaufstellung bereits bekannt sind - bei den Einnahmen abgesetzt
im Verwaltungshaushalt dürfen Einnahmen und Ausgaben, die ihrer Höhe nach als geringfügig betrachtet werden, zusammenfassend als "vermischte Einnahmen" und "vermischte Ausgaben" veranschlagt werden
Der Grundsatz der "Einzelveranschlagung" bringt folgende Ausnahmen mit sich:
zweckfreie Ansätze dürfen nur gebildet werden, wenn der Haushaltsausgleich nicht gefährdet ist
mögliche zweckfreie Ansätze im Verwaltungshaushalt sind vermischte Einnahmen und Ausgaben; Verfügungsmittel; Deckungsreserven
Welche Einnahmemöglichkeiten (außer Kredite) hat die Gemeinde in der haushaltslosen Zeit?
es dürfen alle Einnahmequellen ausgeschöpft werden, die § 61 ThürKO direkt anspricht (z.B. Steuereinnahmen)
es dürfen solche Einnahmequellen ausgeschöpft werden, auf die § 61 ThürKO nicht ausdrücklich Bezug nimmt (z.B. Beitrags- und Gebühreneinnahmen kostenrechnender Einrichtungen)
Gewerbe- und Grundsteuer dürfen nach den in der Haushaltssatzung festgesetzten Hebesätzen des Vorjahres erhoben werden
Können während der vorläufigen Haushaltsführung Kredite aufgenommen werden?
während der vorläufigen Haushaltsführung dürfen keine Kredite aufgenommen werden
die noch nicht ausgeschöpften Kreditermächtigungen des Vorjahres und ggf. des Vorvorjahres dürfen ohne Einschränkung in Anspruch genommen werden
neue Kredite dürfen mit Genehmigung der Rechtsaufsichtsbehörde bis zu einem Viertel des Durchschnittsbetrages der für die beiden Vorjahre in der Haushaltssatzung festgesetzten Kreditermächtigungen aufgenommen werden
Welche Realsteuern werden von kommunalen Gebietskörperschaften in Thüringen erhoben?
Grundsteuer A
Vergnügungssteuer
Zweitwohnungssteuer
Grundsteuer B
Hundesteuer
Gewerbesteuer
An welchen Steuern werden die Kommunen in Thüringen beteiligt?
Umsatzsteuer
Kraftfahrzeugsteuer
Einkommensteuer
Biersteuer
Erbschaftsteuer
Vermögensteuer
Welche der folgenden Beiträge werden im Vermögenshaushalt eingenommen?
Straßenausbaubeiträge
Krankenversicherungsbeiträge
Mitgliedsbeiträge an die Thüringer Verwaltungsschule
Erschließungskostenbeiträge
Kurtaxe
Welche Möglichkeiten gibt es, während des Haushaltsjahres neue oder zusätzliche Ausgabeermächtigungen zu schaffen?
vorläufige Haushaltsführung
Nachtragshaushaltssatzung und Nachtragshaushaltsplan
über- oder außerplanmäßige Ausgaben
Welche Arten von Zuweisungen gibt es?
allgemeine Finanzzuweisungen
Zuweisungen für öffentliche Zwecke
besondere Ergänzungszuweisungen
Schulzuweisungen
Was sind keine allgemeinen Finanzzuweisungen?
Bedarfszuweisung zur Deckung von Fehlbeträgen des Verwaltungshaushaltes
Schlüsselzuweisung
Zuweisung für Ausgaben des Winterdienstes
Was ist unter einer Auftragskostenpauschale zu verstehen?
pauschale Kostenerstattung des Landes für Aufgaben der Kommunen im übertragenen Wirkungskreis
finanzieller "Puffer", um außergewöhnlichen Lagen oder besonderen Aufgaben der Kommunen Rechnung tragen zu können
rechnerische Größe, berücksichtigt das Maß der Einnahmemöglichkeiten einer Gemeinde
Welche Rücklage kann durch eine Gemeinde gebildet werden?
allgemeine Rücklage
Sonderrücklage
Rekultivierungsrücklage
Gebührenausgleichsrücklage
Rücklage für später entstehende Kosten in einer kostenrechnenden Einrichtung
Können für Investitionen Sonderrücklagen gebildet werden?
Ja.
Nein, da Sonderrücklagen für Ausgabezwecke des Verwaltungshaushalts, nicht aber für die Erneuerung von Vermögensgegenständen gebildet werden dürfen.
Kann die Sonderrücklage zur Kassenbestandsverstärkung herangezogen werden?
Ja, im Hinblick auf das Gebot des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Nein.
Zwischen welchen Typen von Kassenanordnungen ist zu unterscheiden?
Auszahlungsanordnung
Einnahmeanordnung
Annahmeanordnung
Buchungsanordnung
Welche Grundsätze sind im Kassenwesen zu beachten?
Trennung der Kassengeschäfte von den Anordnungsgeschäften
jeder Kassenmitarbeiter verfügt über eine eigene Handkasse um Vorschüsse auszuzahlen
Zusammenfassung aller Kassengeschäfte in einer Kasse
Bestellung eines Kassenverwalters als Leiter der kommunalen Kassen und eines Stellvertreters